KIRKE Antike-Lexikon für Schule und Studium: D Telemachos
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Autoren



Daktylus
Dalmatia
Damnatio memoriae
Damocles

Dante Alighieri

Danubius
Dardania
De agricultura
De beneficiis
De brevitate vitae
De civitate Dei
De clementia
De coniuratione Catilinae
De doctrina christia
De finibus bonorum et malorum
Dante Alighieri
In Florenz 1246 geb. und in Ravenna 1321 verst. italienischer Dichter, dessen Werk die weltliche und die geistige Ordnung des Mittelalters auf ihrem Höhepunkt spiegelt. Von Beruf Politiker und Diplomat verbrachte Dante große Teile seines Lebens im Exil ( exilium). Diese Erfahrungen wie die der Lektüre der bedeutendsten literarischen und philosophisch-theologischen Werke der Antike und des Mittelalters gingen in Dantes Hauptwerk, Die Göttliche Komödie (La divina commedia) ein, an der er zu Beginn des 13. Jhs mehr als 10 Jahre lang gearbeitet hat. In einer in 100 Gesängen niedergelegten fiktiven Reise durch die Hölle, über den Läuterungsberg und durch das Paradies trifft der Autor auf nahezu alle wichtigen historischen Figuren aus Politik und Kultur, deren Platz im Jenseits er der Nachwelt überliefert ( Memoria). Diese Vision gab Dante Gelegenheit, z.T. in satirischer ( Satire) Form mit den Vorgängern abzurechnen, jedoch auch Grundprobleme des Glaubens, Fragen der Theologie und der Philosophie anschaulich ins Bild zu setzen. Auch in anderen Schriften Dantes spielen moralische, philosophische und theologische Fragen der Zeit eine grundlegende Rolle: in seinen Jugenddichtungen über die Liebe zu Beatrice, die er in kommentierter Form zur ersten Lyriksammlung in der Volkssprache zusammengestellt hat (La vita nova; um 1292) oder im Gastmahl (Il Convivio; ca. 1306-08), einer enzyklopädischen Schrift mit philosophischer Thematik. In der Schrift über die Volkssprache (De vulgari eloquentia; ca 1304-08) setzte sich Dante für das Dichten in der Muttersprache ein.

mb
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