KIRKE Antike-Lexikon für Schule und Studium: A Telemachos
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Vom Nil bewässertes Kulturland, das sich nach antiken Vorstellungen circa 800 km vom Mittelmeer flussaufwärts erstreckte, stellenweise nur 20 30 km breit. Das Delta der Flussmündung galt als Unterägypten, der Flusslauf selbst als Oberägypten. Hier entwickelte sich eine der ältesten Hochkulturen. Seit Anfang des 3. Jahrtausends wurde das Gebiet politisch vereint unter einem gemeinsamen Herrscher, dem → Pharao, der als wiedergeborener Gott → Osiris und damit als Lenker der Weltordnung galt. Seine Macht beruhte auf einer umfangreichen Beamtenherrschaft und zahlreichen Tempeln mit einflussreichen Priestern. Um 1000 v. Chr. zerfiel die Zentralherrschaft immer mehr: Ägypten wurde von Numidern (8. Jh. v. Chr.) und Assyrern (7. Jh. v. Chr.) erobert und 525 v. Chr. von den → Persern besetzt. Damit geriet es auch in den Interessenbereich der Griechen und danach der Römer. 332 v. Chr. wurde Ägypten von → Alexander d. Gr. kampflos besetzt. Im westlichen Nildelta gründete er → Alexandria, die spätere Hauptstadt der Dynastie des → Ptolomaeus, die mit → Cleopatra endete. Mit ihrem Selbstmord wurde Ägypten römische Provinz. → Augustus unterstellte Ägypten als Provinz nach dem Ende der → Bürgerkriege Statthaltern aus dem Ritterstand (→ ordo equester), um die Hilfsquellen des Landes allein für kaiserliche Zwecke nutzen zu können und es als Machtbasis für Konkurrenten auszuschalten. In der römischen Kaiserzeit verbreitete sich das Christentum in Ägypten rasch. Es entstanden zahlreiche Klöster und viele Mönche lebten als Einsiedler (Eremiten). Der Patriarch (Oberbischof) von Alexandria verfügte über weit reichenden Einfluss. Mitte des 7. Jh. wurde Ägypten von islamischen Heeren erobert und der Herrschaft des oströmischen Kaisers entzogen. Dadurch entwickelte sich das Christentum in Ägypten in eigenständiger Form (Kopten) weiter.

aw
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