KIRKE Antike-Lexikon für Schule und Studium: V Telemachos
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Volubilis

Vorwort
Vulgata
Volubilis

Stadt der Mauretania Tingitana in Nordwestafrika (im heutigen Marokko); bereits in vorrömischer Zeit besiedelt; schloss sich freiwillig an Rom an, wurde unter König Iuba (25 v. Chr. 23 n. Chr.) eine der Hauptstädte. Volubilis wurde unter Kaiser → Claudius römisches → municipium. Die Stadt wies wichtige Bauwerke einer römischen Landstadt auf: Basilika, Forum, Tempel, Triumphbogen und zahlreiche Häuser mit Mosaiken. Gesichert wurde die Stadt durch eine lange Mauer, da die Berber den Römern immer wieder heftige Schlachten lieferten. Die Blütezeit erlebte Volubilis unter den Antoninern und Severern. Ab dem 3. Jh. n. Chr. begann der allmähliche Niedergang der Stadt. Zuerst wurden berberische Gottheiten angebetet, dann römische wie → Iupiter, → Iuno und → Minerva, daneben auch → Mithras, → Isis und → Anubis, später, am Ende des 3. Jhs, traten die Berber zum Christentum über. Zu dieser Zeit verließen die Römer die Stadt, und noch heute beeindrucken die verbliebenen Ruinen durch zahlreiche Mosaike und Reste monumentaler Bauwerke.

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